Parodontologie

Parodontologie ist die Lehre vom Zahnhalteapperat

Die Aufgabe des parodontologisch tätigen Zahnarztes ist die Vorbeugung, Behandlung und Nachsorge von Zahnbetterkrankungen.

Die häufigste Form einer Zahnbetterkrankung ist die Parodontitis. Hierbei wird der den Zahn haltende Knochen infolge von Entzündungen abgebaut. Die Zahnfleischtaschen vertiefen sich, die Zahnwurzeln finden insgesamt weniger Halt.Die Folgen sind Zahnlockerungen bis zum Verlust der Zähne.

Begünstigende Faktoren für die Entstehung einer Parodontitis sind das Vorhandensein von Zahnbelag, genetische Faktoren, Rauchen (!) und Stressfaktoren.

Die Therapie erfolgt durch individuelle Instruktion und Anpassung der Mundhygienemittel, sowie einer Entfernung aller harten und weichen Zahnbeläge oberhalb des Zahnfleisches durch eine Prophylaxehelferin.
Danach entfernt der parodontologisch arbeitende Zahnarzt die unterhalb des Zahnfleischsaumes gelegenen Beläge ohne Sicht, das bedeutet, das Zahnfleisch wird nicht abgehoben, sondern man geht mit speziellen, grazilen Instrumenten in die Zahnfleischtasche und entfernt die Beläge nur durch das geschulte Tastgefühl.

Wenn sich im weiteren Verlauf der Therapie herausstellen sollte, dass weitere Maßnahmen nötig sein sollten, kann ein chirurgischer Eingriff erfolgen. Hierbei wird das Zahnfleisch vom Knochen gelöst und unter Sicht die Beläge entfernt.
Das Ziel ist, möglichst eine Schrumpfung des Zahnfleisches und den Abbau des Knochens zu verhindern.

Man versucht, die Tasche zu eliminieren und die Bakterienflora positiv zu beeinflussen, wobei der krankhafte Prozess jedoch meist nur gestoppt, aber nicht rückgängig gemacht werden kann.

In der Folge muss durch ein geeignetes Recallsystem der weitere Verlauf der Parodontitiserkrankung immer wieder kontrolliert und gegebenenfalls nachbehandelt werden. Nur so kann ein langfristiger Erhalt der erkankten Zähne gewährleistet werden.